Ein langer und erfolgreicher Tag liegt hinter unserer Delegation: Am 25. März 2026 fuhren zehn Schülerinnen und Schüler in den Landtag nach Potsdam, um ihre Mitschülerin Luisan Klems (Klasse 9/1) beim Landeswettbewerb Jugend debattiert zu unterstützen. Mit Auto, Bus und Bahn ging es gegen 8 Uhr los – pünktlich zur Eröffnung um 10 Uhr waren alle im Landtag eingetroffen.
Luisan startete den Tag mit einer starken Eröffnungsdebatte zur Frage, ob Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schultages ihre Smartphones abgeben sollten. Kaum Zeit zum Durchatmen blieb, denn direkt im Anschluss folgte schon die nächste Debatte: Sollten öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten mehr Randsportarten im Fernsehen übertragen? Eine anspruchsvolle Runde, in der hitzig über Fußball und die Vielfalt des Sports in den Medien diskutiert wurde. Luisan wirkte ein wenig von der eigenen Leistung enttäuscht und auch das anschließende Juryfeedback fiel überraschend kritisch aus. Sie selbst meinte: „Ich glaube, ich habe noch nie ein solch schlechtes Juryfeedback bei Jugend debattiert bekommen.“
Die Stimmung war zunächst gedämpft – die Enttäuschung über ein mögliches Ausscheiden groß. Schon im vergangenen Jahr war Luisan nur knapp am Finale vorbeigeschrammt, als sie punktgleich mit Platz vier den fünften Rang belegte. Beim gemeinsamen Mittagessen im Landtag – ein herzliches Dankeschön für die Einladung – wachten Hoffnungen und Zuversicht langsam wieder auf.
Um 13:40 Uhr kam schließlich der große Moment: die Bekanntgabe der vier Finalistinnen und Finalisten. Die Moderatorin kündigte an, dass es eine Besonderheit gebe – ein Punktgleichstand auf Rang vier und fünf. Die Spannung war greifbar. Sollte sich die Geschichte etwa wiederholen? Doch diesmal fiel Luisans Name erst bei den Finalisten – sie hatte es geschafft! Jubel brandete auf und eine spannende Finalstunde stand bevor.
Nach einer intensiven Vorbereitungszeit begann um 14:50 Uhr die Finaldebatte zur Frage:
„Soll ein verpflichtendes Politikpraktikum für Schülerinnen und Schüler eingeführt werden?“
Eine inhaltlich starke und ausgesprochen faire Diskussion, die dem Anspruch eines Landesfinales mehr als gerecht wurde. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann die Debatte hier noch einmal anschauen:
https://cloudfiles.ggnauen.schule/s/EBWEbm7XejQ4kdJ
Erst nach der zweiten Finaldebatte der Altersstufe II – diesmal zum Thema „Soll für Abgeordnete des Landesparlaments eine Höchstgrenze für Mandatszeiten gelten?“ – verkündete die Jury gegen 16:25 Uhr das Ergebnis:
Luisan Klems ist die beste Debattantin des Landes Brandenburg 2026 (Altersstufe I) und wird das Land beim Bundeswettbewerb in Berlin vertreten! Herzlichen Glückwunsch!
Auch die zweitplatzierte Ottilia aus Neuruppin wird mit nach Berlin reisen. In der Altersstufe II gewann Lorelei aus Hohen Neuendorf, ebenfalls aus unserem Regionalverbund. Damit geht ein ganz besonderer Glückwunsch an den gesamten Nordwesten Brandenburgs, der in diesem Jahr gleich mehrfach ausgezeichnet wurde.
Wer einen kleinen Beitrag zum Wettbewerb (v.a. zur Siegerin Sek. II Lorelei) noch einmal im Fernsehen erleben möchte, findet diesen hier:
https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/archiv/20260325_1930/Jugend-debattiert.html
Wir gratulieren Luisan, Ottilia und Lorelei von Herzen zu diesem großartigen Erfolg und wünschen viel Erfolg beim Bundesfinale in Berlin! Natürlich hoffen wir, sie auch dort wieder lautstark unterstützen zu können.