Bundesqualifikation „Jugend debattiert“ in Berlin

Vom 11. bis 13. Juni 2026 trafen sich in Berlin die besten jungen Debattantinnen und Debattanten aus ganz Deutschland: 64 Landessieger und Landessiegerinnen aller 16 Bundesländer kamen im NH Hotel zusammen, um bei der Bundesqualifikation des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ ihr Können unter Beweis zu stellen. Neben zahlreichen spannenden Debatten standen für die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer auch Workshops auf dem Programm.

Luisan im Wettbewerb
Unsere Schülerin Luisan hatte sich als Landessiegerin des Landes Brandenburg qualifiziert und vertrat unser Gymnasium auf Bundesebene.

Erste Debatte: Autofreie Sonntage
Am Freitagvormittag begann für Luisan der Wettbewerb mit der Debatte zum Thema „Soll es wieder autofreie Sonntage geben?“ In der hitzigen Auseinandersetzung gelang es den Debattantinnen überzeugend aufzuzeigen, welche Vorteile eine solche Maßnahme für Umwelt und Gesellschaft bringen könnte – etwa die Reduktion von Emissionen und die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Gleichzeitig wurden aber auch die Probleme beleuchtet, die durch mögliche Ausnahmeregelungen entstehen würden und welche Herausforderungen eine flächendeckende Umsetzung mit sich bringt.

Unterstützung aus Nauen
Dass Luisan nicht allein nach Berlin gereist ist, zeigt das außergewöhnliche Engagement unserer Schülerschaft: Zehn Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums Nauen nahmen sich trotz erschwerter Bedingungen – Ersatzverkehr und Verspätungen machten die Anreise nicht gerade einfach – die Zeit, um Luisan vor Ort zu unterstützen. Die Unterstützergruppe setzte sich aus Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 9 bis 11 zusammen. Ihr Einsatz unterstreicht den starken Zusammenhalt und die gegenseitige Wertschätzung innerhalb unserer Schulgemeinschaft.

Einblicke in weitere Debatten
Während Luisan in der Debattenpause war, nutzten wir die Gelegenheit, eine Debatte der Sekundarstufe II zu besuchen. Dort wurde die Frage diskutiert: „Soll es ein Grundrecht auf analoge Teilhabe geben?“ – ein höchst aktuelles Thema in Zeiten zunehmender Digitalisierung. Im Anschluss debattierte Luisan dann das Thema „Soll Containern in Deutschland entkriminalisiert werden?“ Besonders beeindruckend war hier die Klarheit, mit der die Debattantinnen den Unterschied zwischen Legalisierung und Entkriminalisierung herausarbeiteten. Zudem wurde anschaulich verdeutlicht, welche gesellschaftliche Relevanz hinter dieser Debatte steckt und wie eng sie mit Fragen von sozialer Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Menschenwürde verknüpft ist.

Bundesfinale am Samstag
Während der Ausflug für die Zuschauer am Freitag um 14 Uhr endete, ging die Reise für Luisan weiter: Gemeinsam mit allen anderen Debattantinnen und Debattanten, Jurorinnen und Juroren, Lehrerinnen und Lehrern sowie weiteren Begleitpersonen führte der Weg zum Bundesfinale am Samstag. Eine besondere Ehre war die Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der die Bedeutung des Wettbewerbs für die demokratische Streitkultur in Deutschland unterstrich.

Fazit
Der Ausflug nach Berlin hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht und bleibt als inspirierendes Erlebnis in Erinnerung. Wir freuen uns außerordentlich für Luisan, dass sie durch ihr besonderes Engagement und ihre herausragenden Leistungen die Möglichkeit hatte, an der Bundesqualifikation teilzunehmen. Die gesamte Schulgemeinschaft des Goethe-Gymnasiums ist sehr stolz auf Luisan und ihre beeindruckenden Leistungen.

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